AKW-Ausstiegsdebatte in der Schweiz

31.März 2011 | Thema: LED | Schlagwörter: Energiesparen, Solarenergie | Vorheriger LED-Beitrag: « Warum braucht ein Hotelpool Led Poolleuchten? | Nächster LED-Beitrag: Siemens will Osram an die Börse bringen »

atom-energie ausstiegDie Debatte um den Ausstieg aus der Atomenergie in der Schweiz hat begonnen. Totalausstieg – und wann?

Mehr als zwei Wochen liegt der Unfall im Atomkraftwerk Fukushima zurück. Mittlerweile liegen in der Schweiz für den Ausstieg aus der Atomenergfie verschiedene Szenarien auf dem Tisch.

Atomausstieg wie und wann?

Die Schweizer Partei der Grünen verlangt das Ende der Atomenergie bis 2024.

Der Anfang soll mit den AKW in Mühleberg und Beznau 1 und 2 gemacht werden, die so schnell wie möglich vom Netz genommen werden sollen.

Spätestens nach 40 Betriebsjahren sollen die AKW in Gösgen und Leibstadt abgeschaltet werden, sofern die Sicherheit nicht ein früheres Abschalten erfordert.

Die Planung von 3 neuen AKW soll gestoppt und der Bau von neuen Atomkraftwerken verboten werden.

Text für die Volksinitiative zum Atomausstieg bereits eingereicht


Die Grünen haben den Text zur Volksinitiative zum Atomausstieg bereits bei der Bundeskanzlei zur Prüfung eingereicht.

Die Partei ist überzeugt, dass der Ausstieg aus der Atomenergie machbar sei.

Durch Energiesparen, Energieeffizienz und Grünen Strom könnten die fünf Schweizer Atomkraftwerke ersetzt werden.

Insgesamt 19 Terrawattstunden an Strom Jahr liessen sich durch Massnahmen zur Effiziensteigerung wie auch durch Energiesparen pro Jahr sparen.

Das entspreche rund einem Viertel des gesamten Stromverbrauches.

Für die Schweizer Grünen haben bei den erneuerbaren Energien jene Projekte Priorität, die «keine Schutzinteressen tangieren».

Eine hohe Bedeutung wird der Photovoltaik beigemessen.

Die Schweizer SP stellt sich einen Totalausstieg bis 2025 vor.

Sie möchte auf Gesetzesebene mit einem Ausstiegsgesetz den Bau neuer Atomkraftwerke verbieten, ebenso wie die Ausserbetriebnahme der bestehenden AKWs regeln.

In puncto erneuerbarer Energien setzt sie auf ihre Cleantech-Initiative.