Das neue Stromzeitalter bricht an

01.Januar 2010 | Thema: Solarenergie | Schlagwörter: Solarenergie | Vorheriger Solarenergie-Beitrag: « Wie wäre es, wenn Lampen sich selbst aufladen könnten? | Nächster Solarenergie-Beitrag: Das Strahlungsangebot der Sonne »

Ähnlich wie wir es von der Licht-Technologie kennen, wo heute häufig vom neuen Lichtzeitalter oder Led Zeitalter gesprochen wird, zeichnet sich auch eine Revolution in der Stromproduktion und dem Umgang mit Energie ab. Was bedeutet das neue Stromzeitalter?

Sprechen wir vom neuen Strom- oder Energiezeitalter, dann gehören dazu Schlagwörter wie Smart Grids, Schwarmstrom-Revolution, schlaue Stromnetze und Mini-Kraftwerke.

Es geht darum, die Energieerzeugung und Energienutzung zu revolutionieren.

Das beginnt bei der Herstellung von Energie durch regenerative Energien, wie Wind, Wasser, Solarenergie, Biomasse oder Geothermie.

Die vielen Möglichkeiten der regenerativen Energien zeigen auch den Trend in eine immer stärker werdende dezentrale Stromproduktion.

Gleichzeitig zeigen sich Möglichkeiten in eine Länder übergreifende Vernetzung wie das geplante europäische Wüstenstromprojekt Desertec, wo Solarkraftwerke die Wüstensonne Nordafrikas nutzen, um für Europa Strom zu produzieren.

Neben überregionalen Solarkraftwerken und anderen Energielieferanten bis hin zu den Mini-Kraftwerken im eigenen Keller  eröffnen sich viele Möglichkeiten, um genügend saubere Energie liefern zu können.

Wie organisiert sich das Energie-Zeitalter?

Die vielen dezentralen Energiehersteller in Verbindung mit überregionalen Stromnetzen erfordern ein modernes Stromnetz, das mehr Organisation erfordert. Die Struktur der Stromnetze wird wesentlich komplexer.

Die Organisation der verschiedenen Stromnetze wird als Smart Grid bezeichnet. Teil der Organisation ist die Erzeugung, Verteilung aber auch der Verbrauch.

Denn das neue Zeitalter der Energie beinhaltet noch immer einen bewussten Umgang mit Energie, auch wenn sie aus regenerativen Quellen stammt.

Smart Grid bedeutet, dass Engpässe im Energiehaushalt besser erkannt, analysiert und behoben werden können, ebenso wie Qualitätsmängel.

Unnötige Kostenverursacher können eliminiert werden. Die Investitionsplanung wie auch die Instandhaltung kann optimiert werden.

Was bedeutet das für den Endverbraucher?


Das Energie Zeitalter läutet also eine intelligente Stromversorgung ein, die neben dem Stromtransport aus einer bidirektionalen Datenkommunikation besteht.

Der Stromverbrauch der Endkunden kann automatisch erfasst werden. Damit entfallen die bekannten Stromzählerkästen, die man bisher einzeln ablesen muss.

Dadurch kann aber auch jeder Endkunde speziell beraten können. Mit dem Strom werden auch die Daten transportiert.

Schlaue Elektrogeräte, denen günstige Stromzeiten signalisiert werden, können sich in Zukunft zur günstigsten Stromzeit einschalten und so Kosten sparen und auch helfen, Energie besser zu nutzen.

Zuletzt können viele Haushalte zum eigenen Stromproduzenten werden, indem sie im eigenen Klein-Kraftwerke Energie für sich selbst produzieren und ins Netz speisen.

Viele Pilotprojekte laufen derzeit in Europa und weltweit an. Das Energie Zeitalter hat schon begonnen.

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