Können OLED Displays schon von vorne und hinten bedient werden?
Transparente OLED Displays zählen zu den kommenden Neuheiten. Nach den
flexiblen OLED-Displays dürften wohl die transparenten OLED Displays
kommen.
Nun wurde von Fujitsu und dem japanischen Mobilspezialisten NTT Docomo im Teamwork ein transparentes OLED entwickelt, dass sich von vorne und von hinten bedienen lässt.
Das OLED Display, das in ein Android-Phone eingebaut ist, hat eine Diagonale von 2,4 Zoll und 320 x 240 Pixel Auflösung. Es besitzt an der Vorderseite wie auch an der Rückseite ein Touchscreen. Wie kann das Doppel-Touchscreen bedient werden?
Beispielsweise kann man auf dem OLED Display Webseiten scrollen, ohne den Bildinhalt zu verdecken, da das Touchscreen auf der Rückseite bedient wird.
Ein eindrucksvolles Beispiel ist das Spielen mit einem Zauberwürfel. Hier können zwei Ebenen fixiert werden, während die dritte Ebene gedreht wird. Wo schwächelt das flexible OLED Display mit Doppel-Touchscreen?
Die Entwickler räumen ein, dass das OLED Display noch etwas lichtwach ist, sprich noch nicht transparent genug. Zur Marktreife bräuchte es noch eine grössere Displayfläche, obgleich es sich zum Zweitdisplay sicherlich bereits eigne.
Transparente OLEDs haben das Problem, dass sie in heller Umgebung keine dunklen Bildinhalte anzeigen können.
Das liegt daran, dass für das OLED "schwarz" gleichbedeutend mit "nicht leuchten " ist. Vom Hintergrund fällt jedoch möglicherweise Licht an die eigentlich dunklen Bildstellen, wodurch diese aufgehellt werden.
Allerdings ist eine dunkle Umgebung auch keine Lösung, denn dort fehlt dann das als Backlight umfunktionierte Umgebungslicht. Bis auf weiteres werden deshalb auf transparenten OLEDs nur helle Inhalte gezeigt, also helle Figuren und weisse Icons.