Energiesparen – Forschung für die Zukunft

01.April 2011 | Thema: Energie sparen | Schlagwörter: Energiesparen, LED Shop | Vorheriger Energie sparen-Beitrag: « Stromfresser inkognito | Nächster Energie sparen-Beitrag: Der private Ausstieg aus der Atomkraft? »

energie sparen atomausstiegDrei Exponate der Universität Jena im Bereich Energiesparen werden auf der Hannover-Messe vorgestellt.

Auf dem Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ werden auf der kommenden Hannover-Messe die Projekte INFLUINS, OptiMi und RESIDENS der Friedrich-Schiller-Universität in Jena vorgestellt.

Die Exponate informieren über die Möglichkeiten Energie zu sparen bzw. über eine Alternative zur heutigen Energiegewinnung.

INFLUINS – Test zur geothermischen Energiegewinnung in Thüringen


Zentrale Idee des Verbundprojektes INFLUINS (Integrierte Fluiddynamik in Sedimentbecken) ist eine Forschungsbohrung ins Thüringer Becken.

Ende 2011 soll der Plan realisiert werden und in eine Tiefe von mindestens 1.500 Meter ins Erdreich gebohrt werden.

Das Thüringer Becken soll als Modell für ein Sedimentbecken vollständig erfasst und charakterisiert werden.

Den Forschern geht es um das Zusammenspiel oberflächennaher und tiefer Fluid- und Stoffströme in Sedimentbecken.

Sedimentbecken verfügen über grosse Potenziale als Speicher für Fluide oder Wärme und als  regenerative Energielieferanten.

Das Thüringer Becken könnte zur geothermischen Energiegewinnung und damit zur Einsparung fossiler Energieträger beitragen.

Zum anderen bieten sich die porösen Gesteine von Sedimentbecken an, um klimaschädliches CO2 oder Erdgas zu speichern.

Die grundlegenden geologischen, hydrogeologischen und mineralogischen Prozessen wollen die Wissenschaftler mit regionalen Unternehmenspartnern verwerten.

Im Blick hat man dabei eine  umweltverträgliche und nachhaltige Energiewirtschaft.

OptiMi – Wie effizientere Mikrosysteme Stronmsparen helfen

Beim Projekt OptiMi ist Klimaschutz eine Folge des angestrebten Energiesparens mittels optischer Mikrosysteme.

Bemerkenswerte Beispiele dafür sind moderne Beleuchtungstechniken.

In diesem Bereich kann der Energieverbrauch durch intelligente Lichtmodule auf der Basis von Leds (Licht emittierende Dioden) um 50 Prozent gesenkt werden.

Bedenkt man, dass 20 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs für Beleuchtung verbraucht werden, wird klar, welche imense Ersparnis machbar ist.

Die bereits bekannten Led sind optische Mikrosysteme. Schlüsselkomponenten wichtiger Zukunftsfelder wie Gesundheit, Information und Energie werden im Projekt OptiMi erforscht und entwickelt.

Ausgewählte Beispiele werden auf der Messe vorgestellt.

In Jena bildet der Forschungsschwerpunkt die Entwicklung von Implantaten zur Korrektur von Fehlsichtigkeit im Auge.

Im Mittelpunkt der Entwicklungen stehen zudem mikro-opto-fluidische Sensorsysteme für die Lebenswissenschaften und Medizintechnik sowie optoelektronische Sensoren für die Produktions- und Informationstechnik.


RESIDENS – Erzeugungsorientierter Stromverbrauch im Privathaushalt

Um die effizientere Energienutzung durch systemtechnische Integration des privaten Endabnehmers geht es im Forschungs- und Entwicklungsprojekt RESIDENS.

Untersucht werden beispielsweise der Einsatz von Smart Metern, intelligente Zähler, die Anwendung zeitvariabler Stromtarife, damit u. a. ein gleichmässigerer Stromverbrauch erreicht wird.

Interessiert sind die Forscher auch an der Höhe des finanziellen Anreizes, damit Endkunden ihr Verbrauchsverhalten am Stromangebot erneuerbarer Energien anpassen.

Neben Privatkunden sind auch kleiner Betriebe für das Projekt interessant.

Im Rahmen des Projektes startete bereits ein Feldtest, bei dem 200 private Stromkunden mit verschiedenen Stromzähler- und Kommunikationssystemen (Smart-Meter-Systeme) ausgerüstet wurden.

Auf der Messe werden Konzept und Umsetzung präsentiert.