Energiesparlampen statt Glühlampen verbieten?
03.September 2009 | Thema: Energie sparen
| Schlagwörter:
LED
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Die Ära der Glühlampe beginnt zu schrumpfen. Seit dem 1. September hat das stückweise Herstellungsverbot begonnen. Doch die Energiesparlampen überzeugen nicht. Schaden Energiesparlampen mehr als sie nützen? Ist die Led Lampe eine Alternative?
Hinter der Bezeichnung „Energiesparlampe“ steckt eine Kompaktleuchtstofflampe. Sie war lange Zeit Hoffnungsträger für eine umweltfreundliche Beleuchtung.
Nun, nach dem Glühlampenverbot soll sie die Nachfolge antreten. Hinter die Kulissen geschaut, ist die Kompaktleuchtstofflampe jedoch längst nicht so umweltfreundlich wie es scheint.
Energie sparen per GesetzAb dem 1. September werden die Glühlampen schrittweise vom Markt genommen, zuerst die 100-Watt sowie alle mattierten Glühlampen.
Wer nicht gebunkert hat, muss auf Energiesparlampen umstellen oder auf eine andere Lampenart. Doch will man die wirklich?
Von der EU beschlossen, soll das Verbot bewirken, dass verstärkt
Energie gespart wird.
Ein Rätsel bleibt dennoch, warum es ausgerechnet die Beleuchtung traf.
Denn sicherlich addieren Lampe für Lampe einen gewissen Stromverbrauch, doch gleich mit einem Verbot zum Energie sparen erziehen?
Wäre ein umweltfreundliches Leuchtmittel in der Nachfolge, hätte sicher niemand etwas dagegen. Ein bisschen Meckern wegen der höheren Kosten, obwohl man längst weiss, dass sie sich auf die Lebensdauer hin auszahlen, darf auch sein.
Vielleicht auch eine schlechtere Licht- und Farbgebung, wenn die Entwicklung bald Besserung verspricht.
Doch mit der Energiesparlampe müssen für den Verbraucher zu viele Kompromisse geschlossen werden.
Eine Energiesparlampe macht noch keinen UmweltschutzDurch bewussten Einsatz der Energie im Haushalt wird heute bereits viel Energie gespart, die Verbraucher sind längst umweltfreundlicher geworden. Da braucht es keine Energiesparlampe und schon gar kein Glühlampenverbot.
Längst haben Konsumenten denn auch erkannt, dass sich mit Energie sparen auch Geld sparen lässt.
So sparen auch Verbraucher, nicht unbedingt aufgrund des Umweltschutzes, aber sie sparen Energie. Das ist wirkungsvoller als eine gesetzliche Regelung.
Gleichzeitig haben viele Tests gezeigt, dass die Kompaktleuchtstofflampen längst nicht so viel sparen, wie die Hersteller angeben, die Einsparpotentiale sind weitaus geringer wie angegeben.
Auch die Helligkeit sowie die Lebensdauer entsprechen nicht den Angaben.
Quecksilber zu allem Überdruss!Die Kompaktleuchtstofflampe beinhaltet Quecksilber. Damit darf sie sich allenfalls Energiesparlampe nennen, doch in den Rang einer umweltfreundlichen Leuchte kommt sie damit nicht mehr.
Seit April sind Haushaltsgeräte wie Fieberthermometer oder Barometer, die Quecksilber enthalten verboten, die Energiesparlampe dagegen bleibt weiter erlaubt?
Fünf Milligramm dürfen in eine Energiesparlampe, doch die Praxis sieht anders aus, vor allem, wo Energiesparlampen in Billigländern hergestellt werden.
Denn es ist schwieriger bei der Herstellung wenig Quecksilber in die Lampe zu geben, damit sie leuchtet fünf und mehr Milligramm ist wesentlich einfacher und schneller einzufüllen.
Nicht nur dass die Energiesparlampe zum Sondermüll wird. Geht eine Leuchte kaputt, besteht auf Gefahr für die Gesundheit.
Machen Energiesparlampen krank?Nicht genug mit der Kompaktleuchtstofflampe, die den Namen Energiesparlampe nicht verdient. Nun heisst es auch, dass sie krank macht.
Energiesparlampen sollen die gängigen Grenzwerte überschreiten und die Leuchten sollten nicht in Körpernähe installiert werden wie beispielsweise als Nachttischleuchte oder Schreibtischlampe.
Es soll nicht nur am
Quecksilber liegen, auch das Licht der Leuchten soll die Gesundheit beeinträchtigen.
Die häufigsten Symptome sind Konzentrationsmangel, Kopfschmerzen, Schwäche- und Zitterattacken, kalte Hände und kalte Füsse sowie Übelkeit.
Haben wir eine Wahl?Als Favorit für eine umweltfreundliche Nachfolge gelten die Led Leuchten. Obgleich ihre Entwicklung ständig fortschreitet, ebenso wie ihre Einsatzbereiche, sind sie doch noch kein vollwertiger Ersatz für die Glühlampen.
Sie verbrauchen wenig Energie und können problemlos entsorgt werden. Noch ist die Leuchtkraft zu gering und die Herstellungskosten zu hoch.
Sind die letzten Hemmnisse überwunden, hat die
Led Leuchte gute Chancen die umweltfreundliche Nachfolge der Glühlampen anzutreten.
Bis zum Jahr 2016 dürfen noch Halogenlampen verwendet werden, die immerhin 30 % Energieersparnis im Vergleich zu Glühlampen bringen.
Wer mit seinem Hamstervorrat an Glühlampen bis zur
Led Beleuchtung durchhalten will, tut gut daran
Energie zu sparen.
Dann sind wir über dem Boykott der Energiesparlampe da, wozu uns das Glühlampenverbot bringen soll: zum Energie sparen!