Gibt es bald OLED Technologie mit Solarkacheln?

27.Juni 2011 | Thema: OLED | Schlagwörter: Oled, Solarenergie | Vorheriger OLED-Beitrag: « Dank „true blue light“ könnten OLED-Displays das nächste grosse Ding in der Unterhaltungselektronik werden | Nächster OLED-Beitrag: Begehrte OLED Patente? »

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Led und die Solartechnik werden bereits kombiniert. Wie passt Solarenergie und OLEDs zusammen?

Für Professor Karl Leo, dem Leiter des Fraunhofer-Instituts für photonische Mikrosysteme (IPMS) sind ganz klar die OLED (organische Leuchtdiode) das Licht der Zukunft.

Warum die OLED Technologie die Zukunft revolutioniert?

OLED, was für organische, Licht emittierende Dioden steht, sind nur wenige Nanometer dünne Schichten von organischen Halbleitern.

Sie können auf Plastikfolie, auf eine Metallfolie oder ein Glas aufgetragen werden und Licht flächig abstrahlen.

Anhand des unterschiedlichen OLED Materials können die bisher für verrückt gehaltenen Visionen wie Fenster als TV, aufrollbare, durchsichtige Displays oder leuchtende Tapeten Wirklichkeit werden.


Schon jetzt wird der Displaymarkt wie auch der Leuchtmittelmarkt mit OLED revolutioniert und das ist noch steigerbar.

OLEDs brillieren in einer flächigen Beleuchtung, während die Vorgänger wie Glühlampe, Energiesparlampe und Led Lampen nur sehr punktgenau leuchten können.

Im Bild unten Philips Lumibled OLED Panel

Oled Modul Lumiblade Philips
Zudem haben Glühlampen einen hohen Stromverbrauch und die Energiesparlampe beinhaltet Quecksilber, was ebenfalls nicht einer umweltfreundlichen Zukunftsbeleuchtung entspricht.

Einzig die verwandte Led Technologie hält noch Schritt mit der neuen Technologie der OLED und beide ergänzen sich immer wieder.

Unübertroffen von der äusserst energieeffizienten Lichtausbeute bleiben jedoch die OLED.

Sie können auch auf flexible, biegsame Materialien aufgebracht werden.

Damit beginnt eine Revolution nicht nur für Designer und Architekten.

Was ist das neueste Element der OLED Revolution?

Das neueste Element in der OLED Entwicklung sind OLED Solarkacheln.

Die bekannte Zukunftsvision, Fenster mit OLEDs bestückt, die auch als Beleuchtung dienen, kann noch verbessert werden.

Eine Arbeitsgruppe des Fraunhofer-Instituts für photonische Mikrosysteme (IPMS) hat sich nun  darauf spezialisiert, mit einer organischen Solarzelle Strom zu gewinnen.

Eine Licht absorbierende Schicht ersetzt eine Licht abstrahlende Schicht der OLED.

Dadurch könnte ein OLED Fenster auch zur Stromversorgung beitragen.

Das OLED Solarfenster ist derzeit noch eine Vision. Im IPMS in Dresden haben jedoch viele erfolgreiche Entwicklungen in Visionen ihren Ursprung.

Unter dem Dach des "Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden" (COMEDD) ist das IPMS Europas modernstes Forschungszentrum für organische Halbleiterforschung .

Anerkennung, Rekorde und Preise der OLED Forschung aus Dresden

Das IPMS ist eine wichtige Adresse, wenn es um Rekorde bei der Lebensdauer und Lichtausbeute der OLEDs geht, die bereits mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Dennoch geben sich die Forscher nicht zufrieden.

OLED-Flächenleuchten und OLED Displays sind noch immer zu teuer.

Es gilt die Herstellungsverfahren der OLED zu optimieren.

Derzeit kostet eine kleine OLED-Kachel ca. 100 Euro.

Der Leiter des IPMS hat jedoch einen Quadratmeterpreis von 50 Euro im Blick, erreichbar, wenn aus Pilotanlagen stabile Massenproduktionsanlagen werden..