Begehrte OLED Patente?
13.Juli 2011 | Thema: OLED
| Schlagwörter:
Oled
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Wie jetzt bekannt wurde, hat die deutsche Universität Regensburg über die Bayerische Patentallianz GmbH, die zentrale Patent- und Vermarktungsagentur von 28 bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften mehrere OLED Patente verkauft.
Käufer ist die
Cynora-GmbH, eine Firma, die organische Funktionsmaterialien erforscht und entwickelt.
Welche OLED-Patente hat Cynora-GmbH genau gekauft?Gekauft wurden Patente zum neuen Singulett-Harvesting-Verfahren und den Einsatz neu entwickelter Emittermaterialien.
Was wird mit dem Singulett-Harvesting-Verfahren und den neu entwickelten Emittermaterialien in der OLED Technologie verbessert?
Obgleich schon heute klar ist, dass sich OLEDs zukünftig auf dem Markt für Bildschirm- und Beleuchtungstechnik neben den Leds durchsetzen, müssen spezielle Entwicklungen noch vorangetrieben werden.
OLEDs erzeugen bereits heute ein brillantes Bild und sind relativ einfach herzustellen.
OLED sind energiesparend und können hauchdünn produziert werdenn.
Derzeit stellt noch eine zu lang anhaltende Lichtabstrahlung (Emissionslebensdauer) der leuchtenden Moleküle (Emittermoleküle) ein Problem dar um OLED-Beleuchtungssysteme preiswert herzustellen.
Dies führt häufig zu unerwünschten Sättigungseffekten und damit zu Energieverlusten.
Die OLED-Patente, die nun erworben wurden, umfassen ein neues Verfahren zur Erzeugung von Lichtemissionen und die Verwendung neuartiger organischer Metallkomplexe.
Dadurch kann die Emissionslebensdauer der Emittermoleküle verringert und der Wirkungsgrad der OLEDs verbessert werden.
OLED können damit weiter verbessert und grossflächige Displays kostengünstig hergestellt werden.
Wer hat das verbesserte OLED-Verfahren entwickelt?Prof. Dr. Hartmut Yersin vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Regensburg hat das neue Verfahren namens Singulett-Harvesting entwickelt.
Die Vorteile von sogenannten Triplett- und Singulett-Zuständen, das sind die wichtigen leuchtenden Zustände, werden bei dem Verfahren gewinnbringend kombiniert.
Mit geringeren Sättigungs- bzw. Energieverlusten kann so eine hohe Lichtausbeute erreicht werden.
Verwendet wurden bei dem Verfahren neuartige metallorganische Verbindungen, die im Vergleich zu herkömmlichen Materialien wie Iridium oder Platin wesentlich preisgünstiger sind und sich zudem einfacher verarbeiten lassen.
Die neuen metallorganischen Verbindungen bilden die Basis für neue OLED-Technologien in kostengünstigen, grossflächigen und ultraflachen Displays mit herausragender Farbqualität und hohem Kontrast.