Solar-Krise und ihre Blüten
07.September 2009 | Thema: Solarenergie
| Schlagwörter:
Solarenergie
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Es ist noch nicht so lange her, da fühlte sich die deutsche
Solarindustrie in der Krise. Billigimporte aus Asien machten ihnen
starke Konkurrenz. Durch die günstigen Solarmodule zeigen sich neue
Interessenten und ein anderer Solarmarkt.
Solarenergie das war lange nichts für die Grossen der Energiebranche. Sie galt als unrentabel, Umweltschutz hin oder her.
Plötzlich hört man ganz andere Töne von jenen, die von Solarenergie lange nicht hielten.
Ursache
ist der Preisverfall der Solarmodule, die Solarenergie nun auch für
grosse Energieversorger interessant machen und den fossilen Kraftwerken
Konkurrenz machen.
Die Strategie heisst Solarstrom, denn seit Ende 2008 sind die Preise für Solarmodule um 40 Prozent gesunken.
Solarmodule
werden nun bei Stromriesen eingesetzt wie im Solarpark im
südfranzösischen Le Lauzet. Und das soll nur der Anfang sein.
Ob
kleinere regionale Unternehmen oder grosse Konzerne, die günstigen
Solarmodule regen die Investition in Photovoltaik-Projekte an.
Solarparks mit teilweise mehreren hundert Megawatt Leistung sind in Planung.
Europa zapft die Sonne anBis
2020 soll in Europa ein Fünftel durch erneuerbare Energien gedeckt
werden. Nun ist die Zeit gekommen um in Solarenergie verstärkt zu
investieren.
Nachdem in Frankreich, Italien, Spanien und
Deutschland kräftig in die Windkraft investiert wurde, wird nun mit
Solarenergie nachgelegt.
Selbst in Frankreich wird derzeit eine
Fabrik für Dünnschichtmodule finanziert. Über zehn Jahre lang soll auf
französischen Feldern und Dächern Strom produziert werden
Auch kleinere Stromversorger wie städtische Werke in Mainz oder München sind auf die Sonne gekommen.
Das
neue Ökoengagement der Grossversorger kommt der Solarindustrie gerade
recht um die Nachfrage nach Solarmodulen wieder anzukurbeln.
Neue Architektur des Photovoltaik-MarktesDie Nachfrage der grossen Stromkonzerne verändert den Absatzmarkt der Solarmodule.
Denn
die Energieversorger suchen teilweise Partner, denen sie Solarstrom
abkaufen können. Gesichert wird die Abnahme durch langfristige
Vereinbarungen.
Dafür ist die Planung, Aufbau und Betrieb der
Solarkraftwerke in den Händen anderer. Damit entsteht ein neuer Trend
auf dem Solarmarkt.