Solarkraftwerke als Wolkenkratzer

18.Mai 2009 | Thema: Solarenergie | Schlagwörter: Solarenergie | Vorheriger Solarenergie-Beitrag: « Solarenergie sichert die Zukunft | Nächster Solarenergie-Beitrag: Unter Solar Energie versteht man auch Fotovoltaik »

solarenergie am hochhausEin Wolkenkratzer könnte Mitte des nächsten Jahrzehnts ein Stromkraftwerk sein und jährlich 4 Megawatt produzieren und sich unabhängig vom Stromnetz versorgen können. Fenster würden mit Folien beschichtet, die Sonnenstrahlen einfangen und in Strom umwandeln.

Sonnenkollektoren von Wohnhäusern wären nicht nur auf dem Dach sondern auch an den Fassaden. Eine ausgerollte Markise könnte auf ihrer Fläche ebenfalls Strom generieren.

Viel versprechend ist die Forschungsinitiative „Organische Photovoltaik“ (OPV), da organische Solarzellen das Zeug zur Marktreife haben.

OPV basiert auf Kunststoffen im Gegensatz zur existierenden starren, kristallinen Photovoltaiktechnik mit Silizium.

Organische Kollektoren können gebogen, gerollt, geknickt werden, und sie sind dünn wie eine Klarsichthülle.

Der Einsatz ist zunächst denkbar als faltbare Ladegeräte für Mobiltelefone und Laptops oder als voll transparente Autodächer. In der Bauindustrie wird jedoch das Hauptanwendungsgebiet sein

Die Innovation muss nicht unbedingt teuer werden. Aufwendig sind heute, die in einzelnen Modulen gefertigten anorganischen – also starren – Photovoltaikzellen. Organische Solarfolien hingegen entstehen in Massenproduktion .

Die Initiatoren wollen die Kosten auf weniger als 100 Euro bei der organischen Photovoltaik drücken während ein Solarmodul heute in der Produktion 350 Euro je Quadratmeter kostet.

Zwei Herausforderungen haben die Entwickler bis dahin noch zu bewältigen.

Der Wirkungsgrad muss erhöht werden, so dass 10 Prozent des einfallenden Lichts in elektrische Energie umgewandelt werden und die Gewährleistung bei der Haltbarkeit der Solarzellen, die mehr als 20 Jahre Strom abliefern sollen.