Stehen wir vor einer Solarschwemme?
26.August 2010 | Thema: Solarenergie
| Schlagwörter:
Solarenergie
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Ist der Solarstrom flächendeckend bald so günstig wie konventioneller Strom? Haben wir Solarenergie im Überfluss Subventionskürzung? Warum können computergestützte Netze ein Problem sein?
Die Solarstrom-Industrie setzt gerade zum grössten Erfolg ihrer Geschichte an.
In verschiedenen Regionen Deutschlands war der Solarstrom von der Photovoltaikanlage erstmals so günstig wie konventioneller Strom von den Stadtwerken.
Die so genannte Netzparität soll nun bald auch flächendeckend erreicht werden. Dann werden sich auf jedem Dach Solarmodule finden.
Laut Photon, dem Branchenblatt wird geschätzt, dass 2010 Photovoltaikanlagen mit bis zu 10.000 Megawatt Leistung gebaut werden.
In nur einem Jahr würde damit die installierte Leistung verdoppelt werden.
Können intelligente, computergestützte Netze den Preis kaputt machen?Bald schon könnte es auch das intelligente Stromnetz dazu geben.
Die Innovation könnte schon bald in der Lage sein, aktuelle Informationen übe die Menge verfügbarer Elektrizität sowie der Energiepreise zu transportieren.
Das computergestützte Netz ermöglicht es, dass sich die Stromnachfrage über Preissignale dem Energieangebot anpasst.
Kommt es zu einem Überangebot, weil
Solaranlagen und Windkraftwerke viel Strom ins Netz speisen, dann fallen die Preise.
Gleichzeitig soll der Konsument, animiert werden das grosse Angebot der Energie zu nutzen und für Waschmaschinen und andere Verwendungen einsetzen.
Im Sommer könnten damit die Preise für Solarstrom sinken und die erst erreichte Netzparität wäre wieder dahin.
Heisst das, dass Photovoltaikanlagen sich nur mit Subventionen dauerhaft betreiben lassen?
Müssen die Anlagenpreise weiter drastisch sinken? Müssen Verbraucher einspringen?
Noch gibt es darauf keine Antwort, es bleibt auch noch etwas Zeit. Solange darf sich die Solarbranche über die bald erreichte Netzparität freuen.