Steigt Siltronic in Forschungspartnerschaft zur Led Entwicklung ein?

14.Juli 2011 | Thema: LED | Schlagwörter: Led Lampen, Led Scheinwerfer | Vorheriger LED-Beitrag: « Welche Beleuchtung braucht Ihr Garten? | Nächster LED-Beitrag: Wie wäre es mit der neuen Led Gartenbeleuchtung in Ihrem Garten? »

led forschungForciert Siltronic die nächste Led Generation? Anfang Juli hat Siltronic eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Siliziumwafern mit Galliumnitrid-Schicht (GaN-on-Si) geschlossen. Damit wird der Münchner Waferhersteller Partner im imec Industrial Affiliation Program (IIAP).

Der nächsten Generation Led soll durch das IIAP-Vorhaben die Produktion auf 200-mm-Siliziumwafern ermöglicht werden, da Galliumnitrid (GaN) ein vielversprechendes Material ist.

Für Optoelektronik und moderne Leistungshalbleiter ist das Material durch seine Eigenschaften wie Elektronenmobilität, Durchbruchspannung und guter Wärmeleitfähigkeit  besonders geeignet.

Zum Einsatz kommt es beispielsweise in Windkraft- und Solaranlagen, Elektrofahrzeugen oder stromsparenden Küchengeräten.

Muss die GaN-Technologie noch weiterentwickelt werden?

Gegenüber klassischen, siliziumbasierten Anwendungen zeigen Strukturen der Form GaN/(Al)GaN ein sehr effizientes Schaltungsverhalten.

Die GaN-Technologie muss jedoch aus wirtschaftlicher Sicht noch konkurrenzfähiger werden und deshalb weiterentwickelt werden.

Kostengünstige und effiziente Produktionsprozesse zur epitaktischen Abscheidung von GaN/(Al)GaN-Strukturen auf Siliziumwafern grösserer Durchmesser sind daher vielversprechend.

Als einer der Weltmarktführer für Siliziumwafer hat Siltronic jahrzehntelange Erfahrung bei der epitaktischen Abscheidung von Materialien auf Siliziumsubstraten und Imec ist einer der Pioniere auf dem Gebiet der Abscheidung von GaN auf Siliziumsubstraten mit einem Durchmesser von 2 bis 6''.

Die Herstellungskosten von Led und Leistungshalbleitern auf GaN-Basis könnten sich durch die Skaleneffekte bei der Produktion auf 200-mm-Wafern deutlich verringern.

Firmenübergreifende Zusammenarbeit durch einen zentralen Standort


Beteiligt sind an diesem international aufgestellten Forschungsprojekt neben dem Münchner Waferhersteller weitere Halbleiterhersteller (IDMs), Silizium-Compound-Hersteller , Auftragsfertiger (Foundries), und Substrathersteller beteiligt.

Im Rahmen dieser Kooperation wird Siltronic die Firmenräumlichkeiten und technischen Möglichkeiten von Imec im belgischen Leuven nutzen.

Somit wird allen teilnehmenden Partnern ermöglicht,  firmenübergreifend zusammenzuarbeiten Gleichzeitig kann bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt auf Prozess- und Equipmenttechnologie für die nächste Generation von LEDs und Leistungshalbleitern zugegriffen werden.