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09.Dezember 2008 | Thema: OLED | Vorheriger OLED-Beitrag: « Was ist eine OLED (Organische Leuchtdiode)? | Nächster OLED-Beitrag: Die faszinierende Welt der OLED's / Videos »
Europäische Forscher haben eine kostengünstige Methode zur Herstellung von flexiblen Displays (Organische LED / OLED) gefunden.
Ultra dünne und Energie effiziente Displays welche organische Verbindungen zur Lichtaussendung nutzen, begeistern schon sein längerem die Elektronik Industrie und die Anwender.
OLEDs werden bereits in einigen High-End-Flachbild-Fernseher angeboten. Mit besserer Bildqualität, grösserem Blickwinkel und kleinerem Stromverbrauch als die aktuelle Generation von LCD-und Plasma-Flachbildschirm-Fernseher.
LED Glühlampen und OLED können beide auch zur Beleuchtung eingesetzt werden.
Aber die Organischen LED können noch in anderen Bereichen als in der Consumer Electronic eingesetzt werden.
Sobald die Produktionskosten auf ein vernünftiges Mass gesenkt werden können, steht dem Einsatz zum Beispiel als elektronischem Papier, nichts mehr im Wege.
"Eine Senkung der Produktionskosten ist äusserst wichtig, wenn OLED-Geräte eine grössere Verbreitung finden wollen und nicht nur in High End Geräten eingesetzt werden.“ erklärt Arto Maaninen, technischer Leiter der Printed-Electronic Abteilung des VTT Technical Research Center in Finnland.
Maaninen führte ein Team von Forschern des von der EU-finanzierten „ROLLED“ Projekts, das Techniken zur Herstellung von OLED-Geräten mit erheblich geringeren Kosten als die derzeitigen Methoden sucht und entwickelt.
Die ROLLED Forscher drucken ihre OLEDs auf flexible Schutz-Filme, ein Verfahren das bekannt als Roll-to-Roll-Verarbeitung ist.
Die Roll-to-Roll Technik ermöglicht es, schnell und kostengünstig in einem Druckvorgang Tausende von Schaltungen zu produzieren.
Als Teil ihrer Arbeit entwickelten die Forscher eine druckbare Nano-Teilchen-Indium-Zinn-Oxid (ITO) Beschichtungen um eine Anode zu formen. Und sie entwickelten eine neue low-work Metall-Kathode, mit der Licht-emittierenden organischen Schicht dazwischen.
Wenn ein elektrischer Strom von der Anode zur Kathoden Schicht fliesst, dann emittiert die organische Verbindung Licht, das je nach Anwendung ein TV-Bild mit hohem Kontrast oder ein einfaches farbiges Zeichen darstellt.
Jedes OLED-Blatt ist nur ein Fünftel Millimeter dick - das entspricht der Dicke von drei oder vier Blatt Papier.
Die größte Kostenersparnis ist das Produktions Equipement. Die erforderliche Ausrüstung um Organische LED Displays zu drucken ist weithin verfügbar.
Das heisst, dass die Investitionskosten im Vergleich zu anderen Techniken deutlich tiefer sind. Die Materialkosten sind ungefähr gleich, aber man kann in kürzerer Zeit deutlich mehr Einheiten produzieren.
"Das reduziert die Produktionskosten insgesamt um das drei bis fünf fache." sagt Maainen.
Damit sind der OLED Technik die Türen und Wege geöffnet um in alle möglichen Alltagsgegenstände integriert zu werden.
Ein grosser Markt für die OLED Technik ist zum Beispiel die Verpackungs Industrie und im speziellen die Produkte Verpackung.
Die bedruckten OLED Papiere können als billige und flexible OLED-Displays zur Verpackung von Produkten eingesetzt werden.
Das ermöglicht bewegte und buntere Logos. So können Produkte im Verkaufsregal besser zur Geltung gebracht werden. Es können auch kleine Werbespots oder Gebrauchsanweisungen auf der Verpackung angebracht werden.
Ein Teil der "smarten Verpackung" kann auch zur Verbesserung der Produktqualität und Sicherheit beitragen.
Die OLED Technik braucht so wenig Energie, dass eine kleine Knopfzelle, Solar Zellen oder sogar Radiowellen reichen, um die OLED zum leuchten zu bringen.
So würde es reichen, in einem Regal zum Beispiel eine kleine RFID Antenne zu installieren, um die OLED's mit Energie zu versorgen.
OLED's werden in Zukunft für Beleuchtung, Kleidung, Werbung, als „Zeitungspapier“ und vielen anderen Gegenständen eingesetzt werden.
Die Licht-Technologien der Zukunft