Verkabeln die Franzosen die Wüste für Solarstrom?

19.Juli 2010 | Thema: Solarenergie | Schlagwörter: Solarenergie | Vorheriger Solarenergie-Beitrag: « Machen Nano-Schwämmchen die Solarenergie billig? | Nächster Solarenergie-Beitrag: Fliesst der Wüstenstrom schneller als erwartet? »

solarenergie desertecWie steht Frankreichs Industrie zum Solarstrom-Projekt Desertex? Gibt es ein Gegenprojekt oder Arbeitsteilung?

Das milliardenschwere Wüstensolarstrom-Projekt Desertec wurde von den Franzosen zuerst einmal mit grosser Skepsis beobachtet.

Vor Kurzem wurde nun von französischen Firmen ein eigenes Industrie-Konsortium gegründet, das beabsichtigt ein Stromnetz unter dem Mittelmeer zu bauen.

Dabei soll es sich aber keineswegs um eine Konkurrenz zum Solarstrom-Projekt Desertec handeln.

Es scheint, dass die Franzosen sich tatkräftig am Projekt engagieren.

Der Solarstrom, der von Desertec in Nordafrikas Wüste erzeugt wird, soll von Unterseeleitungen de französischen Initiative nach Europa geleitet werden.

Knackpunkt des ehrgeizigen Wüstenstrom-Projektes war bisher stets die Transportfrage, die sich nun zu klären scheint.

So soll das französische Solarprojekt denn auch „Transgreen“ heissen.

Auch Stromunternehmen aus Italien, Spanien und Nordafrika beteiligen sich am Solarprojekt neben französischen Firmen.
 
Was ist Desertec?

Desertec wurde im vergangenen Sommer gegründet. Weltweit handelt es sich wohl derzeit um das ambitionierteste Infrastrukturprojekt.

Dabei sollen grosse solarthermische Kraftwerke in Nordafrika und im Nahen Osten entstehen.

Bis 2050 sollen damit mindestens15 Prozent des europäischen Strombedarfs gedeckt werden.

Die beteiligten Unternehmen bei Transgreen müssen zuerst einmal Machbarkeitsstudien finanzieren, um heraus zu finden, ob das Projekt machbar und rentabel ist.

Das teuerst an dem Projekt ist die Transformation des Solarstroms, damit er in die europäischen Netze eingespeist werden kann.

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