Was ist eine Radwegebenutzungspflicht?

20.Januar 2010 | Thema: Elektrofahrrad | Schlagwörter: E-Bike | Vorheriger Elektrofahrrad-Beitrag: « Ist das Auto die erste Wahl? | Nächster Elektrofahrrad-Beitrag: Chronisch krank und trotzdem Sport betreiben? »

RadwegeSind Radwege gut und sicher, werden sie von Radfahrern und E-Bikern gerne genutzt. Im November erging ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes, das bestätigte, dass Radfahrer grundsätzlich nicht auf die Radwege verwiesen werden können.

Radwege wären an und für sich eine feine Sache, wenn sie sicher und für Radfahrer geeignet wären. Leider trifft das für Radwege häufig nicht zu. Oftmals fehlt es an einer Mindestbreite von 1,50 m oder an einer eindeutigen  Linienführung.

So wundert es nicht, dass viele Rad- und Pedelec-Fahrer auf die Strasse ausweichen, da der Radweg nicht sicher genug ist.  Besonders die Fahrer der neuen Elektroräder wie E-Bikes und Pedelecs, nutzen lieber die Strasse.

Durch die Unterstützung des Elektromotors erreichen sie hohe Geschwindigkeiten, die selbst Rennräder überbieten. Für die hohen Geschwindigkeiten eignen sich jedoch die meisten Radwege nicht.

Die so genannten E-Bikes dürfen sogar laut Gesetz nicht auf dem Radweg fahren. Pedelecs und Fahrräder können sich zwischen Radweg und Fahrbahn entscheiden und müssen nur in konkreten Fällen Radwege benutzen.

Radfahren auf der Strasse


 Für Autofahrer sind Elektro-Velos wie E-Bikes und Pedelecs noch gewöhnungsbedürftig, da man den flotten Drahteseln ihre Geschwindigkeit nicht ansieht. Doch auch Radfahrer, die ohne elektrische Antriebshilfe fahren, müssen sich nicht scheuen, die Fahrbahn zu benutzen.

Wenig bekannt ist, dass Fahrer von Fahrrädern und Elektro-Fahrrädern einen Mindestabstand von 80 – 100 cm zum Fahrbahnrand halten müssen, sonst könnte ihnen, im Falle eines Unfalles, eine Teilschuld angelastet werden.

Wovor sich viele Radfahrer scheuen, in der Mitte zu fahren, ist also legitim und zudem auch sicherer. Wer in der Mitte fährt, wird auch nachts besser gesehen und nicht durch parkende Auto behindert.

Einzig das häufige Hupen der Autofahrer lässt Fahrradfahrer häufig den gefährlichen Fahrbahnrand nutzen.

E-Bikes regen zum Umdenken an


Durch das Aufkommen der E-Bikes und Pedelecs ist Umdenken gefragt. Denn die schnellen Flitzer werden in Zukunft sicherlich von ihrem Recht Gebrauch machen, die Fahrbahnmitte zu nutzen.

Für Autofahrer könnte das zu einem Umdenken führen. Denn generell sind Fahrer von Elektro-Velos aber auch Radfahrer besonders im Stadtverkehr, anhand der reduzierten Geschwindigkeit, normalerweise keine Verkehrshindernisse sondern Teil eines adäquaten Verkehrsflusses.