Wenn Mama E-Bike fährt

05.Oktober 2009 | Thema: E-Bike | Schlagwörter: E-Bike | Vorheriger E-Bike-Beitrag: « Ungewohnte Wege durch Deutschland und andere Länder | Nächster E-Bike-Beitrag: Fit mit dem E-Bike in den Frühling »

elektrofahrrad-mamaAls Mutter ist das Auto eine grosse Erleichterung um die Alltagsaufgaben zu bewältigen. Auch das Fahrrad ist als Fortbewegungsmittel hilfreich. Was aber, wenn Mama E-Bike fährt?

Von E-Bikes und Pedelecs haben auch viele Mütter schon gehört.

Da man Auto und Fahrrad bereits hat, erscheint ein E-Bike vielleicht interessant aber auch unnötig.

Das ändert sich, wenn Sie ein E-Bike ausprobiert haben.

Wenn Mama auf das E-Bike steigt


elektro-velo

Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen. Kürzlich habe ich die Gelegenheit genutzt und habe ein E-Bike, genauer gesagt ein Pedelec ausprobiert.

Pedelec sind die Art von Elektro-Fahrrädern, bei denen sich der Elektro-Motor einschaltet, sobald man beginnt zu treten.

Es ist eine Unterstützung für den Radfahrer. Wird nicht in die Pedale getreten, dann arbeitet auch der Motor nicht.

Was das heisst, erfährt man erst, wenn man ein E-Velo ausprobiert. Also habe ich mir ein Elektro-Fahrrad ausgeliehen.

Ein Ausflug mit dem Elektro-Fahrrad

elektrofahrrad-motorEigentlich wollte ich nur in eines der Nachbardörfer fahren, dass auf der Spitze eines Hügels liegt, denn dann habe ich auch die Gelegenheit ein E-Bike auf einer ziemlich steilen Steigung auszuprobieren, wo ich normalerweise immer absteige und mein Fahrrad schiebe.

Dann geht es los! Ich beginne zu treten und da ist auch schon dieses viel beschriebene Gefühl von „Rückenwind“, der auch auf gerader Strecke schon das Fahren unterstützt.

Zwischen Fahrrad und Auto

Obwohl ich zügig vorankomme, habe ich auch Zeit, mir wieder einmal die Landschaft zu betrachten.

Im Auto fahre ich schnell vorbei, bemerke aber nicht die vielen Details am Wegesrand, die Veränderungen, die einem sonst nicht auffallen.

Bin ich mit den Kindern per Fahrrad unterwegs, dann heisst es auf die Kinder aufpassen, auf den Verkehr und auch dann bekomme ich weniger von der Umgebung mit, die quasi vor meiner Haustüre liegt.

Die schnelle Mama auf dem E-Bike

ebike-lenkerEs geht durch ein kleines Nachbardorf. Ich grüsse und die Nachbarn grüssen freundlich zurück.

Ein Blick bleibt an mir hängen und ich frage mich, ob sie das leichte Surren des Elektro-Motors bemerkt haben.

Denn das ist ja das Geheimnis, der aus meinem Fahrrad ein E-Bike macht, der mich so angenehm und so zügig vorwärts kommen lässt.

Der Akku, der auch zu einem E-Bike gehört, der die Energie hat, den Motor speist, dass ich so angenehm vorwärts komme, ist unscheinbar in das E-Bike integriert und nicht auf den ersten Blick erkennbar.

Keine Steigung ohne mein E-Bike

Dann ist es soweit und ich stehe vor einer 12 oder 14 %-Steigung. Es geht höher und höher und ich muss noch immer nicht absteigen.

Ich schalte in den zweiten Gang, denn das E-Bike soll zeigen, was in ihm steckt.

Es ist phantastisch, der E-Motor des Pedelecs lässt mich diese Steigung bezwingen.

Neugierige Blicke folgen mir und ich kann freundlich grüssen, weil ich nicht ausser Atem bin.

Ich werde den Bewohnern sicher in Erinnerung bleiben, denn nur wenige schaffen es, mit dem Fahrrad diese Bergspitze zu erklimmen. Ich behalte mein E-Bike-Geheimnis vorerst für mich.

Wenn das E-Bike zur Sucht wird

scheibenbremse am e-bikeIch bin begeistert. Diese Steigung habe ich bisher immer geschoben. Dann bemerke ich, dass ich mit dem E-Bike so zügig geradelt bin, dass mir noch Zeit bleibt.

Ich beschliesse mit dem Pedelec einen Umweg zu machen und Freunde zu besuchen.

Das Fahren mit dem E-Bike begeistert mich und ich möchte davon erzählen und am Liebsten nie mehr absteigen.

Ich fahre eine Strecke, die ich mit dem Fahrrad nie gefahren bin, denn es geht bergauf und bergab.

Mit dem Fahrrad war es mir immer zu anstrengend, doch mit dem E-Bike kann ich es wagen.

Ich hoffe, dass es kein Traum ist und mir eine Fee plötzlich das E-Bike nimmt und ich mühsam auf einen Fahrrad in die Pedale treten muss.

Dann bin ich auch schon angekommen.

Ich werde erstaunt begrüsst, denn mit einem „Fahrrad“ bin ich hier noch nie angekommen. 

Bei einer Tasse Kaffee erzähle ich begeistert von meinem E-Velo, wie toll es sich fährt und wie mutig ich geworden bin, ohne sehr aus der Puste zu kommen.

Alte Wege neu entdecken

elektrofahrrad-vorneDann fahre ich nach Hause. Ich fahre Strecken, die ich auch mit dem Fahrrad fahre.

Doch es ist ein neues Erlebnis, denn ich kenne die kleinen Steigungen, wo ich sonst schwitze, auch wenn ich nicht absteigen muss oder wo ich das Auto als Fortbewegungsmittel wähle, weil mir die Strecke zu anstrengend ist.

Dann bin ich wieder Zuhause. Ich bin erfrischt und absolut begeistert vom E-Bike.  Ich geb's nicht mehr her.



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